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Deutsch-französischer Entdeckungstag 2012
Eine Schulexkursion zwischen Armani, Dolce & Gabbana, Kenzo und Co – geht das überhaupt? Die Antwort auf diese Frage lieferte uns der Deutsch-französische Entdeckungstag 2012 am 7 Februar diesen Jahres, für welchen eine französischsprachige Führung durch das Kaufhaus „Lafayette“ auf dem Plan stand.

Für die Teilnahme an diesem schulischen Ausflug entschied ich mich, weil ich seit der siebten Jahrgangsstufe an unserer Schule, dem Theodor-Fontane-Gymnasium, Französisch lerne und viel Spaß daran finde. So weiß ich jedoch: Sprache lernen, bedeutet harte Arbeit und viel Zeit zu investieren, was nicht immer leicht fällt. Mit der Teilnahme an dieser vom Deutsch-französischen Jugendwerk organisierten Exkursion erhoffte ich mir nicht nur Praxiserfahrung, sondern auch eine Abwechslung vom sonst recht gewohnten Unterricht in den vier Wänden des Klassenraums.
So fuhren neben mir noch weitere 27 interessierte Schüler und die betreuenden Lehrer Frau Maaser und Frau Rolletschek mit der S-Bahn nach Berlin Friedrichstraße, wo wir am Lafayette angekommen noch eine halbe Stunde Zeit hatten, das Kaufhaus auf eigenem Fuße zu erkunden. Um 11 Uhr begann dann die eigentliche Führung durch Pierre-Luc Jodoin – einen Mitarbeiter des Lafayette-Marketings, der uns die fünf Etagen des Gebäudes zeigte und uns viele Information dazu gab. Natürlich war hier ein großes Maß an Konzentration gefragt, um alles zu verstehen, aber durch seine klare und angemessene Aussprache fiel mir dies nicht allzu schwer. Besonders beeindruckend fand ich die moderne Architektur des Kaufhauses, denn im Innenraum befanden sich zwei riesige Glaskegel – der obere 37 Meter hoch und der untere ganze 11 Meter tief. Während Herr Jodoin einige Verkaufsartikel aufzählte, bemerkte ich, dass ich ohne die Unterrichtslektion, die sich mit les vêtements, also Kleidungsstücken beschäftigt hat, hier nicht weit gekommen wäre. Desweiteren richtete sich meine Aufmerksamkeit auf einen Goldautomaten, ein Kino für Kinder und einen großen Computer, mit dem man seinen neuen Look fotografieren und gleich an seine Freunde verschicken kann. Anfangs ging ich davon aus, dass die rund 300 Mitarbeiter ausschließlich Deutsche und Franzosen sind, doch nach unserer Führung wusste ich: Das Lafayette arbeitet bewundernswerter Weise sehr international: brasilianische und kanadische Verkäufer sind so keine Seltenheit. Die unterirdische Etage des Hauses war typisch französisch mit allem, was das Feinschmeckerherz begehrt, ausgestattet und hier endete auch unsere interessante Führung mit einer kleinen Fragerunde. Jetzt hatten wir noch die Möglichkeit, uns ein wenig zwischen den Köstlichkeiten umzuschauen und traten dann mit vielen positiven Eindrücken die Heimfahrt an.
Nun fällt es alles andere als schwer, die oben gestellte Frage zu beantworten, denn es funktioniert tatsächlich – Französischunterricht in einem Kaufhaus bedeutet nämlich nicht nur Spaß, sondern auch Sprache erleben und das mal ganz anders.
von Angelique Zessin


